Closing Line Value (CLV): die Kennzahl für Profit

Der Closing Line Value vergleicht die Quote, die du genommen hast, mit der Quote, zu der der Markt geschlossen hat. Die Schlusslinie konstant zu schlagen, ist das verlässlichste Signal für Können beim Sportwetten.

Was Closing Line Value bedeutet

Der Closing Line Value, kurz CLV, ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem du gewettet hast, und dem Preis, zu dem der Markt geschlossen hat. Nimm ein Team bei 2,10 und sieh zu, wie die Linie bei 1,95 schließt: Du hast den Schlusskurs geschlagen. Der Markt hat, nachdem er alle späten Informationen und das scharfe Geld absorbiert hat, entschieden, dass der wahre Preis niedriger war als der, den du bekommen hast. Einmal ist das eine Anekdote. Konstant wiederholt, ist es der stärkste Beweis für Können, den ein Wettender liefern kann.

Warum das Schlagen der Schlusslinie Profit vorhersagt

Die Schlusslinie eines scharfen Buchmachers ist die genaueste Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs, die es irgendwo gibt, denn jede vor dem Anpfiff platzierte Wette hat sie Richtung Wahrheit geschoben. Das gilt besonders für Pinnacle Schlussquoten, geformt von hohen Limits und von Gewinnern, die willkommen geheißen statt gesperrt werden.

Wenn dein durchschnittlich genommener Preis den durchschnittlichen Schlusskurs um mehr als die Buchmachermarge schlägt, wettest du systematisch über dem fairen Wert, und langfristiger Profit folgt fast mechanisch. Auch die Umkehrung gilt: Wer die Schlusslinie nie schlägt, läuft auf Varianz, egal was der aktuelle ROI sagt.

CLV hat eine weitere Eigenschaft, die ihn wertvoll macht: Er konvergiert schnell. Sieg-Niederlage-Bilanzen brauchen Tausende Wetten, bevor sich das Glück herauswäscht. Die Linienbewegung ist bei jeder einzelnen Wette sichtbar, ein paar Hundert Wetten reichen also, um zu erkennen, ob du vor dem Markt liegst oder hinter ihm.

So misst du deinen CLV

  1. Notiere die Quote, die du im Moment der Wette genommen hast.
  2. Notiere die Schlussquote für denselben Markt und dieselbe Linie.
  3. Wandle beide in implizite Wahrscheinlichkeiten um und entferne den Vig für einen fairen Vergleich.
  4. Bilde den Durchschnitt der Differenz über alle Wetten: positiv heißt, du hast den Markt geschlagen.

Eine schnelle Abkürzung

Teile deine genommene Quote durch die Schlussquote. Liegt der Schnitt über 1,00, und zwar netto nach Marge, hältst du positiven Erwartungswert.

So jagst du CLV mit Marktfiltern

Weil der Schlusskurs der Maßstab ist, bedeutet CLV finden, zu studieren, wie sich Preise von der Eröffnung bis zum Schluss bewegen, und dich auf der richtigen Seite dieser Bewegung zu positionieren. Genau dafür sind Marktfilter da:

  • Quoten- und implizite Wahrscheinlichkeitsbereiche, um die Preisbänder mit den größten Bewegungen anzuvisieren
  • Linienbewegungs-Filter, um Begegnungen zu isolieren, deren Eröffnungskurse gedriftet oder gesteamt sind
  • Vig- und Liquiditätsfilter, um dich auf Märkte zu konzentrieren, die scharf genug sind, um ihnen zu vertrauen

Jede Begegnung in unserer Datenbank speichert sowohl den Eröffnungs- als auch den Schlusskurs, ein Backtest kann also quantifizieren, welche Situationen historisch kürzer geschlossen haben, als sie eröffnet haben. Erkunde die volle Filter-Bibliothek oder starte mit einer fertigen Strategie rund um Marktsignale.

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Marktfilter für die CLV-Jagd

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich positiven CLV haben und trotzdem Geld verlieren?

Ja, kurzfristig. Die Varianz kann Wetten versenken, die über dem fairen Wert genommen wurden. Über eine ausreichend große Stichprobe konvergiert positiver CLV netto nach Marge jedoch zu echtem Profit.

Wie viel CLV brauche ich, um profitabel zu sein?

Du musst den Schlusskurs um mehr als die Buchmachermarge schlagen, nachdem der Vig aus beiden Preisen entfernt wurde. Den No-Vig-Schlusskurs zu schlagen bedeutet positiven Erwartungswert, und jeder zusätzliche Punkt erhöht deinen erwarteten Yield.

Ist CLV auch beim Backtesting nützlich?

Ja. Eine Datenbank, die Eröffnungs- und Schlusskurse speichert, lässt dich prüfen, ob eine Strategie historisch bessere Preise als den Schlusskurs genommen hat. Das ist ein wertvoller Robustheits-Check zusätzlich zum reinen Yield.

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